Rathaus im Pfarrhaus, die Zeit läuft. 




Liebe Gößweinsteiner Bürger,
der Gedanke, das Rathaus in das Pfarrhaus zu verlegen, klingt zwar auf den ersten Blick charmant, ist aber nicht zu Ende gedacht.
Zweifellos ist das bereits 1750 fertig gestellte Pfarrhaus ein bemerkenswertes Bauwerk mit einer langen Geschichte und Tradition.   
Das Pfarrhaus mit seiner barocken Gestaltung und dem Garten gleicht auch heute noch einem ländlichen Schloß. Dies unterstreichen im Inneren das aufwendige Treppenhaus und der Fürstensaal im Obergeschoß, im Giebeldreieck der Fassade das farbig gefaßte Wappen des Fürstbischofs Johann Philipp Anton von Franckenstein, über dem Portal wurde das Fürstenzimmer, vornehm ausgestattet mit Gemälden der Bamberger Bischöfe und einer Uhr mit Kruzifix, besetzt mit 925 Edelsteinen und Halbedelsteinen,  errrichtet.
1827 wollten königliche Beamte in Pottenstein das  sehr ansehnliche Pfarrhaus zu einem Landgerichtssitz umwandeln. Daraus wurde  nichts, denn das Gebäude sollte auf keinen Fall  Staatseigentum werden, sondern weiterhin kirchlicher Stiftungsbesitz bleiben.  
Und jetzt soll dieses Schmuckstück zweckentfremdet werden, für eine Verwaltung mit nur 12 Mitarbeitern? In fast 3 m hohen Räumen, die in keiner Weise mehr den Anforderungen einer zeitgemäßen Verwaltung entsprechen können und werden, verbunden mit nicht übersehbaren Bau- und Unterhaltskosten. Denn der momentane baulich desolate Zustand des 280 jahre alten Gebäudes lässt Schlimmes befürchten und im Falle der Übernahme durch die Gemeinde diese auf Jahrzehnte finanziell lähmen.  Nicht zu vergessen ist die weiterhin ungeklärte Parksituation.
Auch wenn die Gemeinde das Pfarrhaus mit einem symbolischen 1 € Betrag auf 60 Jahre angepachtet hat, bleibt die Kirche weiterhin Eigentümerin.
Es gäbe so viele Möglichkeiten, das Gebäude anderweitig für  kirchliche und kulturelle Veranstaltungen und Versammlungen zu nutzen, denkt man nur an den herrlichen Pfarrgarten. Alles zusammen könnte ein Ort der Begegnung werden und hätte damit einen erheblichen Mehrwert für die gesamte Bevölkerung, Touristen und Wallfahrer. Wenn schon von hohen Zuschüssen die Rede ist, warum renoviert die Kirche das Pfarrhaus, in dem mehrere jahrzehntelang nichts mehr verändert  wurde,  nicht selbst?
Vergessen wird, unsere Gemeinde besitzt  schon ein eigenes Rathaus mit Parkplätzen auf Gemeindegrund, das nur darauf wartet, renoviert zu werden. Pläne liegen ja schon vor und die Kosten sind kalkulierbar und kein Fass ohne Boden. 
daher:                                 

                                                                                                          kein Rathaus im Pfarrhaus.


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